Puerto Rico - Traumbuchten, Palmenhaine und Piña Colada

Im Nordosten der Karibik befindet sich Puerto Rico, ein wahrhaftes Inselparadies. Es besteht aus der Hauptinsel Puerto Rico und einigen kleineren Inseln, wie z.B. Culebra und Mona. Die Amtssprache in Puerto Rico ist Spanisch. Englisch wird aber von den meisten Inselbewohnern ebenso verstanden und gesprochen. Das hat vor allem historische Gründe. Zwar landete 1493 mit Christoph Kolumbus zunächst ein Italiener in spanischen Diensten auf Puerto Rico, das damals nur von einigen Taino-Indianern bevölkert war, die im Zuge der darauf folgenden Jahre von den Spaniern versklavt wurden. Später musste Spanien die Inselgruppe jedoch nach dem spanisch-amerikanischen Krieg 1898 an die USA abtreten. Heute besitzt jeder Puerto Ricaner einen amerikanischen Pass und die Inselgruppe ist nach wie vor Teil der USA. Trotzdem werden die Traditionen sehr geachtet und der spanische Lebensstil gepflegt. Für die Einreise genügt der Reisepass, ein Visum wird nicht benötigt. Besondere Impfungen vor dem Urlaub sind ebenfalls nicht notwendig, allerdings wird Urlaubern der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung empfohlen.
Wer Puerto Rico bereist landet meist mit dem Flugzeug in der Hauptstadt San Juan. Hier befindet sich nicht nur der größte Hafen sondern auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Inselstaates. Touristisch besonders sehenswert ist die historische Altstadt sowie die etwas außerhalb gelegene Festungsanlage El Morro. Beide zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im Süden der Insel geht es etwas beschaulicher zu. Hier liegt die Küstenstadt Ponce, nach San Juan die zweitgrößte Stadt der Insel umgeben von grünen Berghängen mit Bambusstauden, Farnen, Tulpenbäumen oder Kokospalmen. Zwischen den Hügeln befinden sich außerdem einige Kaffeeplantagen. Aus den Bohnen, die hier wachsen, wird besonders hochwertiger Kaffee gewonnen. Der Tourismus ist eigentlich nur ein Nebenerwerb. In den kleinen Haciendas in den Bergen kann man das einsame Landleben ohne Disko oder Fernseher genießen und hat außerdem noch einen herrlichen Ausblick auf den bis zu eintausend Meter tiefer liegenden Ozean. Ein echtes Dschungelabenteuer kann man im Osten Puerto Ricos erleben. Hier befindet sich der El Yunque-Nationalpark, ein mehr als 28.000 Hektar umfassendes Regenwald-Gebiet mit einer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Besucher der Insel sind immer wieder etwas verwirrt, wenn sie das seltsame Quäken des braunen Coqui-Frosches hören. Das seltene Tier ist nur wenige Zentimeter groß, seine ungewohnten Laute sind allerdings einige Kilometer weit zu hören. Im Westen Puerto Ricos lohnt sich ein Abstecher in das kleine Fischerdorf Boquerón, wo es leckere Austern oder Limetten gibt.

Ansonsten ist die Verpflegung auf der Insel eher typisch amerikanisch. Selbst in abgelegenen Dörfern ist es kein Problem einen Burger, Tacos oder Quesadillas zu bekommen. Ein sehr beliebtes Getränk in Puerto Rico ist Mojito, ein Cocktail bestehend aus Rum, Limettensaft, Zucker, Minze, gestoßenem Eis und Soda, obwohl er ursprünglich aus Kuba stammt. Vermutlich haben es einige der hauptsächlich aus Kuba stammenden Snapsbrenner, die in den Rumdestillerien der Region arbeiten, aus ihrem Heimatland mit nach Puerto Rico gebracht. Ganz sicher aus Puerto Rico stammt dagegen die Piña Colada, eine süße Mischung aus Rum, Kokosnusscreme und Ananassaft, welche in den sechziger Jahren erstmals in einigen Bars von San Juan ausgeschenkt wurde und sich rasend schnell über Kuba in der ganzen Welt Freunde machte.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Puerto Rico ist ein wahres Paradies. Kristallblaues Wasser, weißer Sandstrand, atemberaubende Regenwälder, Kaffeeplantagen, Riesenfarne und Palmen machen Puerto Rico zu einem absoluten Traumurlaubsziel für Besucher aus der ganzen Welt. Nicht umsonst legen regelmäßig Kreuzfahrtschiffe im Hafen von San Juan auf Puerto Rico an. Wer einsame Traumstrände sucht, dem sind vor allem die kleineren Inseln Culebra oder Vieques zu empfehlen, die man bequem mit dem Propellerflugzeug oder einer Fähre von der Hauptinsel Puerto Rico aus erreichen kann. Besonders für Tierfreunde ist Vieques ein besonderer Ausflugstipp, denn auf der kleinen Insel leben noch etwa 300 Wildpferde, die Paso Fino. Eigentlich wünschen sich die Puerto Ricaner mehr Touristen aus anderen Ländern, am Ende kommen die Besucher aber doch hauptsächlich vom amerikanischen Festland. Manchmal verbringen auch ein paar Deutsche ein paar Tage auf der Insel, allerdings meist nur, um dann von San Juan aus mit einem der Ozeanriesen zu einer Kreuzfahrt aufzubrechen. Doch die Karibikinsel hat eigentlich neben der traumhaften Natur noch einiges mehr zu bieten. Die reichhaltige Kultur der Inselgruppe sowie einige architektonische Finessen bieten genügend Beschäftigungsmöglichkeiten abseits der Badestrände. Das Klima auf Puerto Rico ist ganzjährig angenehm warm. Die Temperaturen liegen im Durchschnitt bei etwa 30 Grad.