Philippinen - Fantastischer Urlaub im Insel-Paradies

Die Philippinen liegen im pazifischen Ozean in Südostasien und bestehen aus den drei zerklüfteten Inselgruppen Luzon, Visayas sowie Mindanao mit insgesamt mehr als 7100 großen und kleinen Inseln. Die Anreise mit dem Flugzeug von Deutschland aus ist mit etwas mehr als 15 Stunden Reisezeit und üblicherweise einem Zwischenstopp in Bangkok etwas beschwerlich. Dafür entschädigen dann nach der Ankunft wahrlich paradiesische Zustände am Urlaubsort: einzigartige weiße Sandstrände, einsame Buchten und warmes Wasser. Für Strandurlauber bieten die vielen Inseln der Philippinen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Beliebt sind vor allem sog. Inselhopping-Touren, bei denen nur wenige Tage bzw. Nächte an einem Ort verbracht wird, bevor es dann per Flugzeug oder Schiff zur nächsten Trauminsel weitergeht.
Die bevölkerungsreichste Stadt (etwa 15 Millionen Einwohner) und Hauptstadt des Inselstaates ist Manila. Hier befindet sich auch der internationale Flughafen Ninoy Aquino International Airport, wo wahrscheinlich die meisten Urlauber ankommen werden. Die Einreise ist unproblematisch, es wird lediglich ein noch sechs Monate gültiger Reisepass benötigt. Ein Visum für die Dauer von drei Wochen wird bei der Einreise in den größeren Städten kostenlos ausgestellt. Manila liegt auf der am dichtesten besiedelten Insel Luzon, die mit tropischem Regenwald bedeckt ist, der leider immer mehr abgeholzt wird. Es gibt auf Luzon einige Sandstrände, die wahren Urlaubshighlights mit urigen Dörfern, Traumstränden, faszinierenden Naturparks und einer außergewöhnlichen Tierwelt findet man jedoch fernab der Metropole Manila.
Calauit Island, gelegen im Nordwesten von Palawan, ist beispielsweise ein solches Inseljuwel. Seit 1977 befindet sich hier ein 3700 Hektar großes Naturreservat mit verschiedenen Tieren der afrikanischen Savanne, die aus Kenia umgesiedelt wurden. Das Calauit Island Wildlife Sanctuary ist aber auch die Heimat von seltenen und zumeist vom Aussterben bedrohten einheimischen Tierarten, wie z.B. dem Mousedeer (einem kleinen Reh), dem Palawan Pfau, Bearcats oder Dugongs (Seekühe). Hauptattraktion der Philippinen ist und bleibt jedoch die Unterwasserwelt. Die Inselriffe haben im Laufe der Jahre eine Vielzahl von Korallen hervorgebracht, in denen sich kleine, bunte Fische tummeln. Ein beliebtes Reiseziel für Tauchurlauber ist das Apo Riff an der Westküste von Mindoro. Allerdings ist zum Bewältigen der starken Strömung an den schroff abfallenden Steilwände schon einiges an Taucherfahrung nötig.

Wenn die Sprache auf die Traumstrände der Philippinen kommt, darf der White Beach auf Boracay Island nicht fehlen. Und in der Tat findet man hier auf etwa zehn Kilometern Länge feinsten weißen Sandstrand, kristallklares Wasser und ein Urlaubsparadies mit allen Annehmlichkeiten. Etwas abseits des Trubels gelangt man zu kleinen, teilweise versteckten Felsbuchten und abgelegenen Höhlen. Wenn man Glück hat, kann man am Strand nicht nur die Füße in den Sand stellen und die Seele einfach mal baumeln lassen, sondern auch Schildkröten oder Warane aus nächster Nähe beobachten. Wer länger auf den Philippinen bleibt, sollte unbedingt einmal eine Bootstour nach Coron Island machen. Die Natur der kleinen Insel mit den imposanten Kalksteinklippen und den herrlich weißen Traumstränden ist noch nahezu unberührt. Wer mag, kann einen Ausflug in den tropischen Dschungel und zu den kleinen türkisblauen Lagunen unternehmen oder die Seeadler auf den Felswänden beobachten. Genügend Zeit zum Schwimmen und Schnorcheln im kristallklaren Wasser zwischen den Korallenbänken oder zum Faulenzen am einsamen Sandstrand sollte man aber in jedem Fall einplanen.
Das Klima auf den Philippinen ist tropisch heiß, die Temperaturen liegen ganzjährig zwischen 25 und 30 Grad. Die Regenzeit zwischen Juli und September ist von hoher Luftfeuchtigkeit, Schwüle und fast täglichen Regenschauern geprägt. Ein ausgiebiger Badeurlaub ist dennoch ganzjährig möglich, da es auf den Philippinen unterschiedliche Klimazonen gibt und somit Gebiete, die trotz Regenzeit relativ trocken bleiben. Zum Segeln oder Surfen kommt man am besten in der Monsunzeit (Dezember bis Mai) auf die Philippinen. Die Landessprache ist Filipino und Englisch, in einigen Teilen wird aber auch noch Spanisch gesprochen. Die offizielle Währung des Inselarchipels ist Piso, der philippinische Peso (100 Peso sind etwa 1,40 Euro wert). Wer eine Reise auf die Philippinen plant und gesund bleiben möchte, sollte immer die aktuellen Empfehlungen des Tropeninstitutes beachten. Zwar sind für die Einreise keine Impfungen zwingend vorgeschrieben, es empfiehlt sich aber ein Schutz gegen Tetanus, Polio, Diphterie und Hepatitis A (für Rucksackreisende außerdem noch Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Malaria). Die Filipinos sind grundsätzlich sehr offenherzig und freundlich. Allerdings herrscht im Land eine massive Armut die zu einer hohen Verbrechensrate führt. Zwar gelten die großen touristischen Zentren der Philippinen als sicher, Urlauber sollten jedoch der eigenen Sicherheit eine erhöhte Aufmerksamkeit widmen und die Hinweise der zuständigen Behörden beachten. Der Tourismus eines der schönsten Urlaubsparadiese weltweit liegt noch etwas im Dämmerschlaf. Vielleicht macht dies aber gerade den Reiz aus, zumindest lässt die traumhafte Natur der Inselgruppen kaum Wünsche offen.