Malediven - Traumstrand am indischen Ozean

Der Name Malediven bedeutet nichts anderes als Inselkette und diese befindet sich mitten im indischen Ozean, ist etwa 800 Kilometer lang und zählt seit den Siebzigern zu den absoluten Top-Fernreisezielen. Wer das erste Mal auf den Malediven Urlaub macht, dem verschlägt es in der Regel zunächst die Sprache. Entspannung pur inmitten atemberaubender Natur könnte das Motto sein. Der türkisblaue indische Ozean mit idyllischen Lagunen, der weiße Strand und die grünen Palmen, die sanft im Wind hin und her rauschen, sorgen dafür, dass Alltagsstress und die Probleme daheim sofort nach der Ankunft in unerreichbare Ferne rücken. Wie eine Perlenkette erscheinen die kleinen Inseln der Malediven beim Anflug aus der Luft. Nur etwa 300 Inseln sind überhaupt von Einheimischen bewohnt, lediglich 90 Inseln sind touristisch erschlossen.
Die Bevölkerung der Malediven ist streng muslimisch, aber in den Ferienresorts arbeiten auch viele Ausländer. In der Vergangenheit gab es eine strenge Trennung zwischen Inseln, die von Einheimischen bewohnt sind und Touristeninseln – der Islam sollte nicht mit fremden Kulturen vermischt werden. Zukünftig sollen alle bewohnten Inseln mit Fähren verbunden und touristisch erschlossen werden. Bislang geht es mit diesem Vorhaben allerdings nur langsam voran. Eigentlich können Urlauber nur auf Villingili leicht mit Einheimischen in Kontakt kommen und Schulen, Moscheen, Cafés oder die vielen kunterbunten Häuser bestaunen. Auf den Nachbarinseln von Villingili gibt es keine luxuriösen Unterkünfte für Urlauber. In den nächsten Jahren soll sich das aber ändern. Eine der längsten Straßen der Malediven, die fünf kleinere Inseln mit Villingili verbindet, gibt es bereits. Obwohl auf den Malediven der Meeresspiegel stetig steigt, werden jedes Jahr neue Inseln für Hotels erschlossen. Dadurch gelangen Besucher in immer entferntere Atolle. Außerdem werden die bestehenden Ferienresorts nach und nach in die Fünf-Sterne-Kategorie aufgewertet.

Eine der bekanntesten Luxusunterkünfte der Malediven ist das Shangri-La's Villingili Resort im Addu-Atoll, vor allem weil zur Anlage die größte Wellnessoase des Archipels gehört. Im circa 17.000 Quadratmeter großen Spa erwarten die Gäste unter anderem Entspannungsbäder und Massagen mit Cowrie-Muscheln und Kokosnussöl in angenehmer Umgebung mit duftenden Räucherstäbchen und leiser Musik. Das Wunderbare an dieser Insel ist, dass man als Urlauber bequem mit dem Fahrrad zwischen Spa, Tauchbasis und der Villa am Strand herumfahren kann. Und dies außerdem noch nahezu ungestört, denn außer den Hotelangestellten und ein paar Einheimischen gibt es hier ringsherum nur ein paar Luxusvillen, Cafés und Restaurants, viele Palmen, den Strand und den indischen Ozean. Auf den Speisekarten der Nobelrestaurants stehen neben einheimischen Spezialitäten wie den maledivischen Tapas (gefüllte Teigtaschen mit Fisch, Kokos sowie vor allem viel Chilli und Curry) auch europäische Gourmet-Leckerbissen, wie italienischer Schinken oder Champagner. Im Luxus-Four-Seasons-Resort auf der Insel Landaa Giravaru können Urlauber tatkräftig mithelfen, die zerbrechliche Unterwasserwelt der Malediven zu erhalten. 1998 stieg durch ein Wetterphänomen die Wassertemperatur auf über 33 Grad an und zerstörte einen Großteil der Korallen in der Nähe der Insel. Seit 2006 werden künstliche Riffe erschaffen indem Korallen auf Eisengittern befestigt werden und ins Wasser der Lagunen eingesetzt werden. Die Urlauber können mithelfen, die Korallen zu pflanzen. Die Unterkünfte in den Ferien-Resorts der Malediven sind generell sehr nobel. Der persönliche Butler gehört beispielsweise in den meisten Hotels zum standardmäßigen Service dazu.

Der Tourismus ist neben der Fischerei die Haupteinnahmequelle auf den Malediven. Die Anreise auf die Maldiven erfolgt üblicherweise mit dem Flugzeug. Die Flüge ab Frankfurt/ Main kosten etwa 800 Euro und dauern zwischen acht und zwölf Stunden. Der Flughafen der Malediven befindet sich auf der Hauptinsel in der Hauptstadt Mahé. Ein zweiter internationaler Flughafen ist im Süden der Inselgruppe geplant. Bei der Einreise erhält jeder Urlauber automatisch ein Touristenvisum für 30 Tage. Voraussetzung dafür ist ein Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Im Winter sind die Malediven dem mitteleuropäischen Raum vier Stunden voraus, im Sommer drei Stunden. Auf einigen Luxus-Resort-Inseln, wie Kuda Huraa oder Landaa Giraavaru gibt es noch eine zusätzliche Zeitverschiebung von einer Stunde im Unterschied zur Hauptinsel Mahé, um den Gästen den Aufenthalt noch angenehmer zu machen. Auf den Malediven ist es das ganze Jahr tropisch warm mit Temperaturen um die 30 Grad. In der Monsunzeit von Mitte Mai bis Anfang Oktober kann es zu starken Regenfällen und orkanartigen Stürmen kommen.